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19. November 2009: Auch Häuser müssen Beitrag zum Klimaschutz leisten

EU einigt sich auf neue Energiesparregeln für Gebäude ab 2020

Am Dienstag haben das Europäische Parlament und der EU-Ministerrat einen Kompromiss bei der Neufassung der EU-Gebäuderichtlinie ausgehandelt. Er sieht vor, dass alle ab dem 31. Dezember 2020 neu gebauten Gebäude hohen Energieeffizienzanforderungen genügen müssen und zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Energien gespeist werden.

Für öffentliche Gebäude gilt dies bereits ab Ende 2018. Auch bei großen Renovierungen bestehender Häuser sollen die neuen Anforderungen berücksichtigt werden.

"Mit der neuen Richtlinie werden wir endlich die notwendigen Mittel in der Hand haben, sowohl den Endenergieverbrauch als auch die CO2-Emissionen bis 2020 um fünf Prozent zu verringern", begrüßte der niedersächsische SPD-Europaabgeordnete Bernd Lange das erzielte Ergebnis. "Es ist zudem gut, dass der öffentliche Sektor hier mit gutem Beispiel vorangehen muss und auch bestehende Gebäude bei Renovierungen auf den neuesten Stand gebracht werden müssen".

Mit 40 Prozent des Endenergieverbrauchs ist der Gebäudesektor der größte Energieverbraucher in der EU. Außerdem entfallen auf ihn EU-weit mehr als ein Drittel der CO2-Emissionen. Mit der Neufassung der Richtlinie wird der Anteil von Niedrigenergiegebäuden erhöht. Es werden gleiche Berechnungsmethoden für die Mindestanforderungen an die Energieeffizienz eingeführt.

Auch ruft die neue Richtlinie, die noch formell vom Plenum des Europäischen Parlaments und dem EU-Ministerrat abgenickt werden muss, die Mitgliedstaaten dazu auf, Haushalte mit geringem Einkommen zu unterstützen.

"Die EU wird einen Teil der Finanzierung tragen und übernimmt damit eine Vorreiterrolle im Kampf gegen den Klimawandel", lobte Bernd LANGE das Ergebnis angesichts des anstehenden Klimagipfels in Kopenhagen. "Außerdem können wir europaweit bis zu 450.000 Arbeitsplätze im Baugewerbe schaffen. Gleichzeitig sparen Wirtschaft und Bürger mehrere Milliarden Euro Heiz- und Stromkosten - eine Win-Win-Situation wie aus dem Lehrbuch", so Bernd Lange abschließend.

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