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9. Juli 2010: Kein Klonfleisch - EP erneut für mehr Verbraucherschutz

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Das Europäische Parlament hat in diese Woche in zweiter Lesung über den Vorschlag der Kommission zu Neuartigen Lebensmitteln abgestimmt. Das Ergebnis ist ein klares Signal an den Ministerrat. Die Abgeordneten haben das Votum des Umweltausschusses bekräftigt und sich erneut gegen Klonfleisch ausgesprochen.
Erst kürzlich waren die Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament und dem Ministerrat aufgrund der entgegen gesetzten Positionen bei Klonfleisch gescheitert.

Es gibt keinerlei gesellschaftliche Akzeptanz dafür, mehr Fleisch durch das Klonen von Tieren herzustellen. Das Klonen ist überflüssig und außerdem ethisch nicht vertretbar. Deswegen haben die Abgeordneten zurecht an einem Verbot von Klonfleisch festgehalten.
Die Europaparlamentarier beschlossen außerdem konkrete Zulassungsbedingungen von Nanomaterialien in Lebensmitteln. Nanomaterialien dürfen nur verwendet werden, wenn ihre Sicherheit nachgewiesen ist. Außerdem wurde eine Kennzeichnungspflicht für Nanomaterialien verabschiedet.
Ein weiterer Kernpunkt der Diskussionen war auch der Umgang mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Der Antrag über eine eindeutige Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln, die von Tieren stammen, die mit gentechnisch veränderten Organismen gefüttert wurden, wurde leider mit den konservativen Stimmen abgelehnt. Das ist ein Skandal. Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen die Wahl haben, Produkte von Tieren ablehnen zu können, die mit GVO gefüttert wurden.

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