Meine Politikfelder
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
hier möchte ich Sie über die Themen und Politikfelder informieren, mit denen ich mich vor allem beschäftige.
Ich bin Vorsitzender des Ausschusses für Internationalen Handel (INTA) und Vorsitzender der Konferenz der Ausschussvorsitzenden des Europäischen Parlaments (Conference of Committee Chairs – CCC). Außerdem arbeite ich in der Delegation für die Beziehungen zu den Ländern Südostasiens und dem Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) mit.
Darüber hinaus habe ich im Europäischen Parlament die Fair Trade Working Group sowie die Historic Vehicle Group ins Leben gerufen. Die Fair Trade Working Group setzt sich für gerechtere Handelsbeziehungen und bessere Bedingungen entlang globaler Lieferketten ein. Die Historic Vehicle Group ist auch aus persönlicher Leidenschaft entstanden: Historische Fahrzeuge, ihre Technik und ihre Geschichte faszinieren mich seit vielen Jahren. Als Oldtimer-Liebhaber weiß ich, dass es dabei nicht nur um einzelne Fahrzeuge geht, sondern auch um technisches Kulturgut, Handwerk und den Erhalt von Wissen. Mit der Historic Vehicle Group möchte ich dazu beitragen, dass dieses automobile Erbe auch auf europäischer Ebene sichtbar bleibt und angemessene Rahmenbedingungen erhält.
Internationale Handelspolitik hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Handel ist längst nicht mehr nur eine Frage von Zöllen und Marktzugang, sondern zunehmend ein Instrument geökonomischer Machtpolitik. Manche Staaten setzen auf Protektionismus, nationalistische Industriepolitik oder wirtschaftlichen Druck. Andere nutzen Abhängigkeiten in Lieferketten gezielt aus.
Europa steht deshalb vor einer zentralen Frage: Wie bleibt die Europäische Union offen für Handel und internationale Zusammenarbeit, ohne naiv zu sein? Wie schützt sie ihre Unternehmen, Beschäftigten und Interessen, ohne selbst in Protektionismus zu verfallen? Und wie kann sie ihre Werte weltweit vertreten, ohne anderen Ländern von oben herab zu begegnen?
Europa braucht einen eigenen Weg. Als Sozialdemokrat und Gewerkschafter ist für mich klar, dass wir uns nicht abschotten dürfen, sondern müssen weltweit mit Partnern auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Handelspolitik muss Brücken bauen, Entwicklung ermöglichen und gemeinsame Interessen stärken. Gleichzeitig muss Europa dort entschlossen handeln, wo Wettbewerb verzerrt, Arbeitsrechte verletzt, Umweltstandards unterlaufen oder wirtschaftliche Abhängigkeiten als Druckmittel eingesetzt werden.
Dafür brauchen wir faire und regelbasierte Handelsbeziehungen, aber auch wirksame Instrumente, um diese Regeln durchzusetzen. Europa muss nicht nur defensiv reagieren, sondern aktiv gestalten; mit Abkommen, die Nachhaltigkeit, Arbeitnehmerrechte und soziale Standards verbindlich verankern, mit Partnerschaften, die gegenseitigen Nutzen schaffen, und mit Instrumenten, die unsere wirtschaftliche Sicherheit stärken. Genau darum geht es mir in meiner Arbeit.
Alles weitere zu meiner Arbeit finden Sie auf den Themenschwerpunkt Seiten.