EU-UK Beziehungen: auch unter Burnham weiter gemeinsamen Kurs halten
Zum Amtsantritt des neuen britischen Premierministers Andy Burnham erklärt der niedersächsische SPD-Europaabgeordnete und Vorsitzende des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments Bernd Lange:
„Ich gratuliere Andy Burnham zur Übernahme des Amtes des britischen Premierministers und wünsche ihm für die anstehenden Aufgaben viel Erfolg und freue mich auf die Zusammenarbeit. Das Vereinigte Königreich ist und bleibt ein wichtiger Partner der Europäischen Union.
Die vergangenen Jahre haben bewiesen, dass der von Keir Starmer eingeschlagene Kurs einer pragmatischen und konstruktiven Zusammenarbeit mit der Europäischen Union beiden Seiten zugutekommt. Nach den schwierigen Brexit-Jahren ist es gelungen, wieder mehr Vertrauen aufzubauen und den politischen Dialog zu intensivieren. Diesen Weg gilt es fortzusetzen.
Ich würde es sehr begrüßen, wenn die neue Regierung diesen Kurs nicht nur beibehält, sondern der Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich zusätzliche Impulse verleiht. Angesichts gemeinsamer Herausforderungen, von der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit über die Dekarbonisierung der Industrie bis hin zu resilienten Lieferketten sowie einer engen außen und sicherheitspolitischen Abstimmung gibt es zahlreiche Bereiche, in denen eine vertiefte Kooperation im beiderseitigen Interesse liegt. Die gilt es jetzt weiter auszubauen.
Ich hoffe, dass der nächste Gipfel zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich im Herbst genutzt wird, um weitere konkrete Fortschritte auf den Weg zu bringen. Dazu gehören insbesondere ein ambitioniertes SPS-Abkommen zur Erleichterung des Agrar- und Lebensmittelhandels, Fortschritte bei einem ausgewogenen Jugendmobilitätsabkommen sowie eine engere Zusammenarbeit im Bereich des Emissionshandels. Gerade bei diesen Themen erwarten Bürgerinnen und Bürger wie auch Unternehmen auf beiden Seiten des Ärmelkanals greifbare Ergebnisse.
Entscheidend ist jetzt, dass die wieder deutlich stärkere europäische Ausrichtung der britischen Politik nicht infrage gestellt wird. Verlässlichkeit, gegenseitiges Vertrauen und eine enge Zusammenarbeit sind die Grundlage dafür, die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich weiter auszubauen und gemeinsam Antworten auf die großen wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen unserer Zeit zu finden.“