Der Handelsausschuss des Europäischen Parlaments schließt seine Delegationsreise nach China ab

Unter der Leitung von MdEP Bernd Lange hat eine Delegation des Handelsauschusses des Europäischen Parlaments vom 27. bis 29. Oktober Beijing, Hangzhou und Shanghai in China besucht. Neben Gesprächen mit hochrangigen politischen Vertretern wie dem chinesischen Wirtschaftsminister Wang Wentao standen ein Austausch mit der europäischen Handelskammer und Besuche bei dem Robotikunternehmen Unitree sowie dem Neurotechnologie-Unternehmen BrainCo auf dem Programm.

Dazu der niedersächsische SPD-Europaabgeordnete und Vorsitzende des EP-Handelsausschusses Bernd Lange:

„Seit unserem letzten Besuch in China im Jahr 2018 hat sich die Welt drastisch verändert. In unseren Gesprächen haben wir diesen veränderten Rahmen und eine neue Gesprächsbereitschaft auf chinesischer Seite gemerkt. Es ist deutlich geworden, dass Europa als wichtiger und strategischer Partner gesehen wird. Immerhin möchte China seinen Zugang zum europäischen Markt bewahren. Der Austausch war daher auch bei kontroversen Themen konstruktiv. Für mich zeigt das: Selbstbewusster Dialog kann helfen, bestehende Konflikte lösungsorientiert zu bearbeiten und einer Eskalation vorzubeugen.

Der Austausch über die Fortführung der Handels- und Investitionskonsultationen (TIC) fand zu einem entscheidenden Zeitpunkt in den Beziehungen zwischen der EU und China statt. Die jüngste Vereinbarung im Rahmen der TIC über die beschränkte Einfuhr von Hybridfahrzeugen ist ein guter Ausgangspunkt, um den fairen Handel zu stabilisieren. Wir haben unseren chinesischen Partnern jedoch deutlich gemacht, dass wir erwarten, dass in Zukunft weitere Sektoren diesem Ansatz folgen und bestehende Verpflichtungen glaubwürdig umgesetzt werden. Dies ist nicht nur für die Verbesserung der Handelsbeziehungen wichtig, sondern auch für die Stärkung der wirtschaftlichen und politischen Bindungen zwischen der EU und China. Die Delegationsreise war ein wichtiger nächster Schritt auf unserem gemeinsamen Weg. Aber das Eisen muss jetzt weitergeschmiedet werden. Bis März erwarte ich weitere Resultate aus den Gesprächen der EU-Kommission mit China.“