The art of the EU trade deal: Panel debate on EU trade policy
Wie gestalten wir die europäische Handelspolitik in einer Welt, die zunehmend von Zöllen, Protektionismus und geopolitischen Spannungen geprägt ist? Darüber habe ich im Europäischen Haus in Berlin mit EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič und Cathryn Clüver Ashbrook, Vizepräsidentin der Bertelsmann Stiftung, diskutiert.
Die alte Welthandelsordnung, wie wir sie kannten, ist vorbei. Die USA entfernen sich zunehmend von den gemeinsamen Handelsregeln. China setzt auf massive Subventionen, Überkapazitäten und eine exportorientierte Industriepolitik. Europa muss deshalb seine Interessen entschlossener vertreten.
Gleichzeitig dürfen wir uns nicht abschotten. Wir müssen unsere Handelsbeziehungen breiter aufstellen und faire Partnerschaften mit Ländern wie Indien, Indonesien und den Mercosur-Staaten ausbauen. Unsere Handelsabkommen öffnen nicht nur neue Märkte, sondern verbinden Handel mit Nachhaltigkeit, Arbeitnehmerrechten und fairen Wettbewerbsbedingungen. Darüber hinaus sollten wir die Zusammenarbeit demokratischer Partner vertiefen, etwa bei Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und der industriellen Transformation.
Die Welthandelsorganisation bleibt für uns ein wichtiger Pfeiler des internationalen Handelssystems. Zugleich müssen wir Handels- und Industriepolitik stärker miteinander verbinden und neue Formen der Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Ländern entwickeln.
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