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26. Januar 2012: Schokolade ohne bitteren Nachgeschmack

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Lange für faire Handelsabkommen

Die Abgeordneten des Handelsausschusses im Europäischen Parlament stimmten heute in Brüssel dem Internationalen Kakao-Übereinkommen von 2010 zu. Das Abkommen, das bereits 2010 von den wichtigsten Kakaoproduzenten- und Verbraucherländern ausgehandelt wurde, soll weltweit die Transparenz und Nachhaltigkeit im Kakao-Sektor stärken und faire Preise sowie angemessene Einkommen für Erzeuger sichern. Bernd Lange unterstützt das Abkommen, fordert jedoch ein Ende ...

der Kinderarbeit beim Anbau und bei der Verarbeitung von Kakao. "Etwa 70 Prozent des weltweit produzierten Kakaos wird in Westafrika angebaut, wo Kinderarbeit nach wie vor eine besorgniserregende Dimension einnimmt. Das ist inakzeptabel", stellt der Handelsexperte klar.

Daher werden auf Initiative der Fraktion der Sozialisten und Demokraten im Europäischen Parlament in einer begleitenden Resolution Regierungen, Wirtschaftsakteure und Hersteller dazu aufgefordert, gemeinsam gegen die schwerwiegendsten Formen von Kinderarbeit vorzugehen. "Kinderarbeit gefährdet die Gesundheit und Entwicklung von Kindern auf nicht hinnehmbare Weise, verhindert den Schulbesuch und ist oft eng mit Kinderhandel verbunden", erklärt Lange.

In der Resolution appellieren die Abgeordneten an die Erzeugerländer, die UN-Übereinkommen zu den Rechten des Kindes und die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation zum Verbot der Kinderarbeit zu ratifizieren und vollständig umzusetzen. "Ein Verstoß gegen internationale Verpflichtungen muss auch von EU-Seite zukünftig mit einer Rücknahme von Zollpräferenzen geahndet werden", fordert Lange.

Darüber hinaus unterstrich der SPD-Abgeordnete die Notwendigkeit, Kinderarbeit an der Wurzel anzugehen: "Kakaoanbau ist sehr arbeitsintensiv und oft in Familienbetrieben organisiert. Hersteller versuchen deshalb, die Lohnkosten niedrig zu halten." Er appelliert deshalb an die Schokoladenhersteller, zukünftig nur Kakao zu verwenden, der fair erzeugt wurde. "Denn wirklichen Schokoladengenuss kann es nur geben, wenn kein bitterer Nachgeschmack bleibt."

"Handelsabkommen der EU müssen deshalb zukünftig auch starke und verbindliche Klauseln zur Armutsbekämpfung, Förderung menschenwürdiger Beschäftigungsverhältnisse und fairem Handel enthalten", fordert Bernd Lange.

Internationales Kakao-Übereinkommen 2010

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