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3. August 2008: Europa menschlicher präsentieren

Für viele Bürger scheint Europa weit weg und im Alltag wenig spürbar. Dabei ist Europa näher als man denkt, denn bis zu achtzig Prozent der Gesetze werden in der europäischen Union beschlossen. Die Lüneburger SPD-Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers, Bernd Lange, ehemaliger SPD-Europaabgeordneter und nun erneut Kandidat für das Europaparlament sowie Hiltrud Lotze, Vorsitzende der SPD Lüneburg, wollen künftig weiter mit dazu beitragen, dass Europa für die Bürger greifbarer und spürbarer wird.
Daher war das erste Ziel einer Sommertour das Europabüro der Regierungsvertretung Lüneburg. Über die Arbeit des Europa-Büros informierten die Leiterin des Europabüros, Anja Penk und ihr Kollege Arian Kuhn. Die Politiker zeigten sich beeindruckt: „Die Arbeit ist klasse, in dieser Form einzigartig und kann Vorbild für andere sein. Sie zeugt von einem überdurchschnittlichen Engagement der Mitarbeiter“, stellte Bernd Lange anerkennend fest. Das Europa-Büro ist eine von der EU ausgewählte „Europe direct“ Stelle. Hiltrud Lotze betonte die daraus gewachsene positive Europa Kommunikation im Lüneburger Raum und unterstrich: „Dies sollte auch in Zukunft so sein“. Europa ein Gesicht geben „Uns liegt daran, Europa menschlicher präsentieren“, bekräftigte Anja Penk. Menschlicher bedeute, dass Europathemen lokal und nah am Menschen sein müssten. Beispielsweise kooperiere das Europabüro bereits mit der Landesschulbehörde und arbeite daran, Unterrichtsmaterialien zum Thema Europa aufzubereiten. Es gehe darum, Europa im Schulunterricht intensiver und informativer zu präsentieren. Im letzten Jahr initiierte das Europabüro in Lüneburg eine europäische Filmwoche sowie eine Europawoche. Bei diesen Aktionen ging es darum, Menschen zu präsentieren, die etwas mit Europa zu tun haben. An der Leuphana-Universität in Lüneburg entwickeln derzeit angehende Lehrer seit einem halben Jahr ein Planspiel als Unterrichtsinhalt für Schulen. Europa ein Gesicht zu geben, mit dem sich die Menschen identifizieren könnten ist eine Säule der Mitarbeiter des EU-Büros. Es geht nicht darum, Europa eins auszuwischen „Wie lässt sich das Interesse der Bürger an Europa steigern und mit welchen Maßnahmen gelingt es, die Wahlbeteiligung bei der Europawahl zu erhöhen?“ Diese Fragestellungen wurden intensiv erörtertet. Allen Beteiligten war klar, dass sich die Fragestellung nicht mit einem Satz beantworten lässt. Vielmehr verständigte man sich darauf, dass es ein Bündel von Maßnahmen geben müsse, um das Negativ-Image über und das fehlende Interesse an Europa zu korrigieren. „Bei der Europawahl geht es nicht um eine Abstimmung über Europa und auch nicht darum, Europa eins auszuwischen, sondern die Politik in der europäischen Union mitzugestalten.“ Darin waren sich die Besucher einig. Die Politik, die ja unmittelbar Auswirkungen auf die Bedingungen vor Ort hat, wird von den Europa-Abgeordneten und von den Mitgliedsländern gestaltet. Insofern entscheidet eine Stimmabgabe bei der EP-Wahl über den Kurs in der Wirtschafts-, Sozialpolitik oder Umweltpolitik entscheidend mit. „Uns liegt daran, die Europathemen so aufzugreifen, wie sie die Menschen unmittelbar betreffen“, erläuterte die Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers. Ausgangspunkt sollten Themen sein, die ganz konkret den Alltag beträfen, z.B. Klimaschutz, Energiepolitik, soziale Rechte, Teilhabe in der Gesellschaft oder die EU-Strukturförderung. Europa-Informationen vielfältigster Art finden sich auf der Web-site des Europa-Büros unter www.europedirect-lueneburg.de. Bei Interesse an einem Feiwilligen Sozialen Jahr, in der Regel ist es schwierig, etwas Geeignetes zu finden, kann das Europabüro in Lüneburg mit Adressen und Tipps helfen. Das Europabüro ist telefonisch unter 05131/151352 zu erreichen.

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