Zum Inhalt springen
2013_02_19 Brxl Confrontation BL

19. Februar 2013: Industrielle Wettbewerbsfähigkeit der EU

Schlagwörter
Innerhalb einer Expertenrunde diskutierte Bernd Lange heute als Berichterstatter des europäischen Parlaments für Industriepolitik über die gegenwärtigen Herausforderungen der europäischen Industriepolitik im Rahmen des EU- Binnenmarkts und der damit verbundenen Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union.
20130219 Brxl Confrontation_group

Zur Veranstaltung hatte der in Paris ansässige Think-Tank "Confrontations Europe" geladen, der sich als Netzwerk und Vermittler zwischen EU-Bürgern und europäischen Institutionen versteht. Neben dem Industrieexperten Bernd Lange nahmen unter anderem auch EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier und die stellvertretende Generalsekretärin des Europäischen Gewerkschaftsbundes Judith Kirton Darling an der Debatte teil.

Bernd Lange begrüßte in seinem Redebeitrag die Absicht der EU-Kommission, die Reindustrialisierung in der EU verstärkt voranzutreiben: "Die Industrie ist das wirtschaftliche Herzstück der EU, der leider lange Zeit zuwenig Aufmerksamkeit gezollt wurde. Die Kommission verfolgt nun das Ziel, im Jahre 2020 20 Prozent des europäischen Brutto-Inland-Produktes auf die Industrie zurückgehen zu lassen (heute rund 16 Prozent). Damit ist der richtige Weg eingeschlagen. Nun müssen endlich konkrete Maßnahmen folgen, damit die Ziele in Taten umgesetzt werden."

Des Weiteren unterstrich Bernd Lange, dass er sich für ein verzahntes, gemeinschaftliches Handeln im Bereich der Industriepolitik einsetzt: „Gerade aufgrund der globalen Herausforderungen muss die Weiterentwicklung der Industriepolitik, als Motor für Arbeitsplätze und gesellschaftlichen Wohlstand, seitens der EU und der Mitgliedstaaten aktiv begleitet werden. Es muss sich dabei um eine sektorspezifische und zugleich integrierte Industriepolitik handeln, bei der Politikfelder wie Handels-, Wettbewerbs- und Umweltpolitik nicht losgelöst nebeneinander stehen, sondern koordiniert ineinander greifen. Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit, wettbewerbsfähige Produkte und Produktionsprozesse und die soziale Verantwortung europäischer Unternehmen müssen als unabdingbare Elemente der europäischen Industriepolitik anerkannt werden."

Die Industrie spielt in der EU eine gravierende Rolle: drei Viertel der europäischen Exporte sind Industrieerzeugnisse und ein Arbeitsplatz in der Industrie schafft etwa zwei zusätzliche Arbeitsplätze im dazugehörigen Zuliefer- und Dienstleistungsbereich.

Vorherige Meldung: Bauernhöfe oder Agrarindustrie?

Nächste Meldung: EU-Datenschutzverordnung: Schutz von Arbeitnehmern ist ein Grundrecht

Alle Meldungen