Zum Inhalt springen

31. Mai 2012: Klares Signal gegen ACTA und für neues Urheberrecht

Drei Ausschüsse des Europäischen Parlaments (Rechts-, Innen- und Industrieausschuss) haben am Donnerstag in ihren Stellungnahmen das ACTA-Abkommen (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Mit dem Abkommen sollen internationale Standards zum Schutz von geistigem Eigentum und gegen Produktpiraterie geschaffen werden.

"Die Beschlüsse der drei Stellung nehmenden Ausschüsse haben bekräftigt, dass die rechtlichen Unklarheiten im ACTA-Text die möglichen Vorteile des Abkommens bei Weitem überwiegen. Das ist ein deutliches Signal für die noch anstehenden Abstimmungen

... im federführenden Handelsausschuss sowie im Plenum", so der SPD-Europaabgeordnete Bernd LANGE, Sprecher der sozialdemokratischen Fraktion im federführenden Ausschuss für Internationalen Handel. "Eine endgültige Ablehnung von ACTA durch das Europäische Parlament könnte noch vor dem Sommer erfolgen. Damit wäre ACTA in der EU endgültig vom Tisch!"

"Dies bedeutet keinesfalls, dass wir gegen den Schutz geistigen Eigentums sind – im Gegenteil", so Bernhard RAPKAY, stellvertretender Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament. "Was wir brauchen, ist ein modernes europäisches Urheberrecht, das vor allem dem heutigen digitalen Zeitalter auch gerecht wird. Auf einer solchen Grundlage muss dann ein vernünftiges internationales Abkommen ausgehandelt werden. Wir sagen: Erst ein neues Urheberrecht, dann ein neues ACTA!"

Deswegen wird sich die sozialdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament der Stellungnahmen der Ausschüsse anschließen und sowohl im federführenden Ausschuss als auch im Plenum gegen ACTA votieren.

"Das Abkommen ist von den Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission schlicht falsch angepackt worden. ACTA ist politisch tot. Die Sozialdemokraten im Europäischen Parlament setzen auf einen Neuanfang beim europäischen und beim internationalen Urheberrecht", so Bernd LANGE und Bernhard RAPKAY abschließend.

Vorherige Meldung: Lange setzt Resolution für Menschenrechte durch

Nächste Meldung: Erneuerbare Energien steigern Wettbewerbsfähigkeit

Alle Meldungen

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.