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8. November 2007: Neue Arbeitsplätze durch Erneuerbare Energien

Der DGB fordert von der Landesregierung eine bessere Förderung der Eneuerbaren Energien.

Die Entwicklungschancen dieser Branche müssen stärker genutzt werden, damit weiter Arbeitsplätze in diesem Bereich entstehen.
"Die eine Hand der Landesregierung tätschelt die Windkraft, die andere Hand legt der Erneuerbaren Energie Steine in den Weg. Das kann nicht sein", so Bernd Lange, Umweltexperte des DGB Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt, "Windkraftanlagen sind keine technischen Monster, die Arbeitsplätze kosten, wie Umweltminister Heinrich Sander behauptet hat. Sie leisten vielmehr einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Klimabelastung und sind ein Beschäftigungsmotor." Mittlerweile existieren niedersachsenweit bereits 10.000 Arbeitsplätze im Bereich der regenerativen Energien. Dies zeigen die Zahlen, die die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit Niedersachsen-Bremen am vergangenen Montag (05.11.) vorgelegt hat. Für den DGB ist daher unverständlich, warum die Landesregierung den Erneuerbaren Energien keinerlei Stellenwert einräumt - zum Beispiel bei der Verteilung der Mittel aus der EU-Strukturförderung. "Die Landesregierung gefährdet so die gute Wettbewerbsstellung des Landes. Neue Energie ist inzwischen auch in anderen Bundesländern Thema; diese werden schnell zu Niedersachsen aufschließen", warnt Lange. Auch für die Chancen, die für diese Branche auch zukünftig im Export liegen, sei die Landesregierung blind. Der DGB fordert deshalb ein abgestimmtes Rund-Um-Konzept zur weiteren Stärkung der erneuerbaren Energien in Niedersachsen:
  • Die Forschung intensivieren - von der Entwicklung von innovativen Anwendungen bis hin zu intelligenten Konzepten für die Abfallentsorgung, etwa der Rotorblätter
  • Die Energieerzeugung in Offshore-Anlagen verstärken und absichern
  • Anreize zum Ersatz von Altanlagen auf dem Land durch neue, effizientere Anlagen (Repowering)
  • Bürokratische Hemmnisse beim Repowering abbauen
  • die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im kommenden Jahr vorantreiben, um den Unternehmen Sicherheit und Investitionsanreize zu bieten.
  • Die Ausbildung und Qualifizierung von Beschäftigten verbessern, um einem Fachkräftemangel frühzeitig entgegenzuwirken
"Im Bereich der erneuerbaren Energien entstehen anspruchsvolle und innovative Arbeitsplätze. Das ist damit einer der wenigen Sektoren für sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, die auch längerfristig wachsen werden. Dies darf die Landesregierung nicht verspielen", so Bernd Lange abschließend.

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