Preisleitfaden für chinesische E-Autos: EU setzt auf Dialog statt Eskalation
Nach einer Antisubventionsuntersuchung verhängte die EU-Kommission im Oktober 2024 Ausgleichzölle auf Importe batteriebetriebener Elektrofahrzeuge aus China. Nach Gesprächen mit dem chinesischen Wirtschaftsministerium gab die Kommission heute einen Leitfaden heraus, der Anbietern erläutert, wie sie angemessene Preise für ihre Fahrzeuge auf dem europäischen Markt festsetzen können, um die schädlichen Marktverzerrungen durch die staatlichen Subventionen aufzuheben.
Dazu Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments:
"Dieser Leitfaden zeigt: Es ist immer noch möglich, Konflikte im gegenseitigen Austausch partnerschaftlich zu lösen. Das ist in der aktuellen Zeit, in der auf Konflikte gerne mit unilateralen Maßnahmen reagiert wird, keine Selbstverständlichkeit. Der Leitfaden erläutert den betroffenen Unternehmen transparent, nach welchen Kriterien sie Preise festlegen können, die die schädlichen Effekte chinesischer Subventionen auf den europäischen Markt aufheben. Dies ist eine faire Maßnahme, die zeigt, dass die EU sich an WTO-Regeln hält und Handelspolitik nach objektiven und nicht diskriminierenden Prinzipien betreibt."