"Verlässlicher Partner für Globalen Süden"
EU-Parlament beschließt Reform der Zollermäßigungen für Entwicklungsländer
Das Europäische Parlament hat in Straßburg die Reform des Allgemeinen Präferenzsystems (APS) bestätigt. Damit gewährt die EU Entwicklungsländern einen besseren Zugang zum europäischen Markt. Die neue Verordnung tritt am 1. Januar 2027 in Kraft und wird in den kommenden zehn Jahren weiterhin das wichtigste Entwicklungsinstrument der EU sein.
Dazu der niedersächsische SPD-Europaabgeordnete und Vorsitzende des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments Bernd Lange:
„Die Verhandlungen der vergangenen vier Jahre waren schwierig, aber das Ergebnis ist es wert. Es ist gelungen, dieses zentrale Entwicklungsinstrument der EU zu stabilisieren, das Handel mit Armutsbekämpfung und nachhaltiger Entwicklung verbindet. In Zeiten wachsender geopolitischer Spannungen verstärkt die EU ihre Rolle als verlässlicher Partner für Entwicklungsländer.
Die Reform verbessert das System deutlich, bringt mehr Vorteile für Entwicklungsländer und stärkt Nachhaltigkeit sowie Standards bei Menschenrechten, Arbeit, Klima und Umwelt. Auch die Zivilgesellschaft wird stärker eingebunden.
Beim Thema Migration haben wir ein ausgewogenes System mit klaren Leitplanken und differenzierten Regeln für die am wenigsten entwickelten Länder erreicht. Mit diesem modernisierten Ansatz stärken wir unsere Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern – als Motor für nachhaltiges Wachstum, Armutsbekämpfung und faire Globalisierung. Handel ist ein Werkzeug, das wir im Europäischen Parlament verbessert haben.“