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Foto: Europäische Union

10. Dezember 2013: EP stimmt für neue Investitionsstrategie in der Autoindustrie

Elektromobilität, Car-Sharing, intelligente Verkehrssysteme - die nachhaltige Automobilindustrie soll ins Zentrum der neuen industriepolitischen Strategie der EU-Kommission rücken. Dies ist eine der Forderungen des Europäischen Parlaments, das heute in Straßburg über den Aktionsplan für die Automobilbranche CARS 2020 abgestimmt hat.
"Es ist richtig, dass die Gemeinschaft für den Automobilsektor als Herz der europäischen Wirtschaft und einem der größten Arbeitgeber der Industrie...

eine eigene Strategie vorsieht", bekräftigt der niedersächsische SPD-Europaabgeordnete Bernd Lange. "Durch die Umsetzung von CARS 2020 kommen wir dem von der Kommission anvisierten Ziel näher, 20 Prozent des europäischen Bruttoinlandprodukts (BIP) durch die Industrie im Jahr 2020 erwirtschaften zu lassen." Derzeit falle auf den industriellen Sektor nur noch rund 15 Prozent des europäischen BIP. "Nur eine auf EU-Ebene koordinierte umfassende Erneuerung und Stärkung der industriellen Basis kann zu mehr Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiger Entwicklung in Europa führen", so der Berichterstatter für europäische Industriepolitik Lange. "CARS 2020 ist richtungsweisend für die Automobilbranche und kann einen wesentlichen Beitrag zur Überwindung gegenwärtiger Probleme auf den europäischen Automärkten leisten."

Der vom Europäischen Parlament verabschiedete Aktionsplan fordert die EU-Mitgliedstaaten etwa dazu auf, dass ein offener und konstruktiver sozialer Dialog genauso sichergestellt ist wie eine erhöhte Einbeziehung der Arbeitnehmer in die Unternehmen oder eine verbesserte berufliche Weiterbildung innerhalb der Automobilbranche. Lange begrüßt diese Entwicklung: "Investitionen in Qualifikation und eine verstärkte Einbindung der Arbeitnehmer in die Unternehmensprozesse bilden wesentliche Bausteine für eine nachhaltige, wettbewerbsfähige und sozial gerechte Mobilitätswirtschaft in Europa. Darüber hinaus sind die vom EU-Parlament geforderten ehrgeizigen Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein absolutes Muss, wenn wir die technologische Vorreiterrolle der EU erhalten wollen. Innovation und Qualifikation sind die Schlüssel für zukunftsgerechte Arbeitsplätze in der Mobilitätswirtschaft. Nur bestehende Strukturen erhalten zu wollen, reicht nicht aus."
Die Automobilbranche bildet einen Kernsektor der europäischen Industrie. Sie stellt in der EU zurzeit zwölf Millionen Arbeitsplätze, erwirtschaftet vier Prozent des BIP und tätigt mit 30 Milliarden Euro jährlich die höchsten privaten Investitionen in Forschung und Innovation. Cars 2020 zielt durch konkrete Maßnahmen in Bereichen wie Elektromobilität, Straßensicherheit oder Emissionsreduzierung darauf ab, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit des Automobilsektors bis 2020 zu stärken.

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